Das heilige Köln im Spiegel von Geschichte, Kunst und Literatur

Kunst- und Kulturgeschichte
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
K-321-07
In Köln waren für Jahrhunderte Himmel und Erde keine völlig getrennten Bereiche. Hier verehrte man mehr Heilige, als die meisten Städte Einwohner hatten. Durch Tausende Gebeine, die man aus römisch-fränkischen Gräbern in und um St. Ursula sowie St. Gereon barg und auf lokale Märtyrerlegenden bezog, wurde Köln eine Hochburg der Reliquienverehrung und des Handels mit Reliquiaren, übertroffen nur von Rom. Allein die hl. Ursula und ihre Gefährtinnen brachten es auf eine Legionsstärke von 11.000. Sie hoben Kölns Attraktivität als Pilgerstadt dermaßen, dass die hl. Jungfrauen sogar im Stadtwappen Aufnahme fanden. Auch von außerhalb gelangten, den Ruhm der Stadt als ‚Sancta Colonia‘ steigernde Reliquien in die Rheinmetropole, so Stab und Kette Petri oder die Gebeine der Heiligen Drei Könige.
Von inbrünstiger, glühender Verehrung des ‚heiligen Gebeins‘, über spöttische, aufgeklärte Distanziertheit bis zu heftiger Ablehnung reichen literarische Bekundungen hierzu, die in ausgewählten Beispielen kommentierend vorgetragen werden. Exkursionen ins Museum Schnütgen, ins Wallraf-Richartz-Museum und in die Domschatzkammer stellen die sinnträchtigsten der überkommenen Bildwerke in den Mittelpunkt.
Zzgl. Eintritt
Einführungsveranstaltung Komed Raum 313 und Exkursionen
130,00 EUR inkl. 20,76 EUR (19,0%) MwSt.

28.10.2021 12:00 - 13:30

09.11.2021 12:00 - 07.12.2021 13:30

Dr. Ulrich Bock

Anmelden